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Werksbesichtigung bei Electrocycling im Rahmen des Promotionsprojektes HerMes

13.02.2020

Doktoranden des Promotionskollegs HerMes besichtigen Electrocycling in Goslar, Foto: Kramer

Am 13.2.2020 besuchte eine Gruppe aus Doktoranden des TU-internen Promotionskollegs HerMes (HEterogene MEnsch-Maschine-TeamS) sowie betreuenden Professoren des Forschungsfeldes OCSS (Offene Cyberphysische Systeme und Simulation) und Vertretern des SWZs (Simulationswissenschaftliches Zentrum Clausthal-Göttingen) die Firma Electrocycling in Goslar für eine Werksbesichtigung. Die Doktoranden des HerMes-Promotionskollegs forschen an der aktiven Zusammenarbeit von Menschen und Robotern und betrachten in diesem Zusammenhang insbesondere den Anwendungsfall der Demontage und des Recyclings komplexer.

Electrocycling ist seit über 25 Jahren am Standort Goslar tätig und gehört mit jährlich über 50.000 Tonnen verarbeitetem Elektroschrott zu den größten Recyclingunternehmen und Rohstoffaufbereitern Deutschlands. Bei der Werksführung konnten sich die Doktoranden vor Ort einen Eindruck vom aktuellen Stand der Technik verschaffen und die aktuellen Bedarfe in der Recyclingindustrie kennenlernen. Im anschließenden Gespräch mit Kai Kramer vom Qualitäts- und Umweltmanagement konnten gegenseitig Ideen und Anregungen über die Zukunft des Recyclings und Forschungsansätze ausgetauscht werden.

Während viele klassische Fertigungsstraßen teil- oder vollautomatisiert arbeiten, erfolgt die Zerlegung von Altgeräten bislang fast vollständig manuell. Insbesondere bei Produkten, die Batterien oder andere Gefahrenstoffe enthalten, stellt dies ein nicht unerhebliches Risiko für die Mitarbeiter dar. Da aufgrund der großen Heterogenität der Geräte eine vollständige Automatisierung in absehbarer Zeit nicht möglich ist, suchen Industrie und Forschung hier gemeinsam nach Wegen, möglichst gut ergänzende Teams aus Menschen und Maschinen zu bilden, so dass diese für die Circular Economy wichtige Aufgabe erfolgreich gelöst werden kann.