Rechenressourcen – vom SWZ zum NHR
Rechenressourcen – vom SWZ zum NHR
Am 1.12.25 stellen SWZ und Rechenzentrum der TU Clausthal gemeinsam mit der GWDG und Anbietern von Software verschiedene Rechenressourcen vor.
Die Forschung in den datengetriebenen Wissenschaften führt zu einem stetig steigenden Bedarf an leistungsfähigen Rechenressourcen. Hierzu gehören aktuell insbesondere die Aufstellung und Ausführung großer Simulationsmodelle oder auch das Training und die Anwendung von KI-Modellen. Je nach Fragestellung wird dabei entweder mehr Rechenleistung oder mehr Arbeitsspeicher benötigt. In Bezug auf die Rechenleistung selbst muss zwischen CPU- oder GPU-lastigen Aufgaben, sowie zwischen einer interaktiven Nutzung auf der einen Seite und lange laufenden Rechenaufgaben auf der anderen Seite unterschieden werden. Für die interaktive Nutzung zur Entwicklung und Evaluierung von Modellen betreibt das SWZ in Kooperation mit dem Rechenzentrum der TU Clausthal seit 2019 einen seit dem stetig ausgebauten Rechencluster. Für große Rechenaufgaben, die mehrere Tausend CPU-Kerne für längere Zeitdauern erfordern, stehen Forschenden der SWZ-Partner-Universitäten Clausthal und Göttingen die Ressourcen des Nationalen Hochleistungsrechenverbund (NHR) zur Verfügung. Die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) betreibt am Standort Göttingen den nach der Mathematikerin Emmy Noether benannten Rechencluster „Emmy“, der aus mehr als 250.000 Rechenkernen besteht und über rund 1000 TB Arbeitsspeicher verfügt.
Am Montag, den 1. Dezember 2025, stellt die GWDG die Angebote des NHR ab 9:00 Uhr im Seminarraum des Rechenzentrums (Gebäude B5, Erzstraße 18, Clausthal-Zellerfeld) der TU Clausthal vor. Zusätzlich zu den Hardware-Angeboten werden auch zwei Software-Systeme, die auf den Geräten zum Einsatz kommen können, vorgestellt: Wolfram Mathematica und ANSYS.
Im Anschluss an die Vorträge wird es Zeit für eine Diskussion geben, auf der insbesondere Nutzerinnen und Nutzer der Systeme ihre Fragen und Wünsche für die Zukunft äußern können. Das SWZ plant, parallel zum weiteren Ausbau der Hardware regelmäßige Schulungsangebote aufzubauen. Hierfür sollen die Wünsche aus der Nutzerschaft auf der Veranstaltung abgefragt und besprochen werden.
Ablaufplan
9:00 – 9:15 Uhr: Get-together mit Kaffee und Keksen
9:15 – 9:30 Uhr: Begrüßung und Überblick über den Ablauf
9:30 – 11:00 Uhr: ANSYS - Simulationssoftware für Ingenieure und FEA (Finite-Elemente-Analyse). Vorstellung durch den Distributor CADFEM, Farai von Eicken (FVE) wird als Fach-Referent zu CFD/Fluent/HPC sprechen.
11:00 – 13:00 Uhr: NHR-Allianz - Nationaler Hochleistungsrechenverbund
- Vorstellung der NHR-Allianz
- Dienstleistungsangebote der GWDG am Standort Göttingen: Beratung, Schulungen und spezialisierte Rechenressourcen.
- Best-Practise: Exemplarische Vorstellung der Wissenschaftsbereiche in denen die Systeme bereits im Einsatz sind.
- KISSKI AI Service Center: Infrastruktur für sensible und kritische Anwendungen.
- Verfahren für den Zugang zum Rechenclustern.
13:00 – 14:00 Uhr: Mittagspause
14:00 – 14:30 Uhr: Rechenressourcen in Clausthal
- Vorstellung des Rechenclusters des SWZ
- Kurzüberblick über die technischen Daten und die Nutzungsmöglichkeiten
14:30 – 16:00 Uhr: Wolfram Mathematica - Entwicklung, Berechnung, Simulation, Analyse und Dokumentation von technischen Problemstellungen. Vorstellung durch den Distributor Additive, Herr Harald Farcas
16:00 – 17:00 Uhr: Diskussion
- Welche Wünsche nach weiteren mittleren und großen Hardware-Angeboten gibt es?
- Welche Schulungen zur Nutzung der Systeme (z.B. Einführungen in die Verwendung von Linux) werden gewünscht?
17:00 Uhr: Abstimmung der folgenden Workshop-Termine und Verabschiedung
Teilnahme
Die Veranstaltung steht allen Forscherinnen und Forschern der SWZ-Partneruniversitäten offen. Insbesondere der Programmpunkt „Diskussion“ richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden, mit denen hier zukünftige Unterstützungsangebote besprochen werden sollen.