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Ringvorlesung

Ringvorlesung "Simulationswissenschaften"

Vortrag im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung, Foto: A. Herzog

Die Vorträge im Rahmen der SWZ Ringvorlesung "Simulationswissenschaften" finden jeweils einmal im Monat im Wechsel in Clausthal und in Göttingen statt. Die Themen der Ringvorlesung sollen das gesamte Spektrum der Forschungsfelder des Simulationswissenschaftlichen Zentrums abdecken. Gäste sind zu allen Vorträgen immer herzlich willkommen.

Auf dieser Seite finden Sie die Ankündigungen zu den bereits feststehenden Terminen und Materialien zu den vergangenen Veranstaltungen.

Vortragsankündigungen

7. Februar 2018: Dr.-Ing. Mehran Monavari

Am Mittwoch, dem 7. Februar 2018 spricht um 16:15 Uhr

Dr.-Ing. Mehran Monavari
(Institute of Materials Simulation, Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nürnberg)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Continuum dislocation dynamics (CDD): a mesoscale crystal plasticity framework

Inhalt des Vortrags:

Since the discovery of dislocations as carriers of plastic deformation, developing a continuum theory for motion and interaction of dislocations has been a challenging task. Such a theory should address two interrelated problems: how to represent in a continuum setting the motion of dislocations, hence the kinematics of curved and connected lines, and how to capture dislocation interactions.

In this regard, we introduce the Continuum dislocation dynamics (CDD) as a framework for representing the evolution of systems of curved and connected dislocation lines. In CDD, the microstructure is described in terms of a series of density-like tensorial variables where the accuracy can be prescribed by the resolution of the computational domain or by the order at which the tensorial series is truncated. CDD can operate on a wider spatial and temporal range than microscale models such as Discrete Dislocation Dynamics (DDD) and with a higher physical accuracy than phenomenological crystal plasticity. Therefore it is able to bridge the gap between these models. We present a mesoscale FEM crystal plasticity framework based on CDD and demonstrate its potential though few examples.

Die Veranstaltung findet im SWZ Seminarraum in Gebäude C9 der TU Clausthal statt. Gäste sind herzlich willkommen.

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Vergangene Veranstaltungen

5. März 2014: Prof. Dr. Lars Mönch

Am Mittwoch, dem 5. März 2014 um 16:30 Uhr spricht

Prof. Dr. Lars Mönch
(
Fakultät für Mathematik und Informatik, FernUniversität in Hagen)

über das Thema

Simulationsbasierte Produktionsplanung in der Halbleiterfertigung: Lösungsansätze und Herausforderungen

Inhalt des Vortrags:

Die Produktion von integrierten Schaltkreisen ist einer der komplexesten Produktionsprozesse. Eine einzelne Waferfab umfasst mehrere hundert, zum Teil sehr teure, Maschinen. Bis zu 1000 Jobs werden auf diesen Maschinen bearbeitet. Lange Durchlaufzeiten von bis zu zehn Wochen sind charakteristisch. Reihenfolgeabhängige Umrüstzeiten, schleifenförmige Durchläufe der Jobs, Batchmaschinen, automatisierte Transportsysteme sowie häufige Maschinenausfälle und Nachfrageschwankungen sind typisch. Die diskrete Simulation stellt eine etablierte Methode zur Unterstützung der Produktionssteuerung in Halbleiterfabriken dar. Durch die Bedürfnisse der komplexen Lieferketten in der Halbleiterindustrie motiviert, sind in den letzten Jahren aber Produktionsplanungsansätze stärker in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen und praktischen Interesses gerückt. Von besonderem Interesse ist dabei die geeignete Modellierung der lastabhängigen Durchlaufzeiten in linearen Optimierungsformulierungen durch Clearingfunktionen, während konventionelle Formulierungen lediglich feste Durchlaufzeiten als exogene Parameter berücksichtigen. Im Vortrag wird die Leistungsfähigkeit moderner Produktionsplanungsansätze, die Clearingfunktionen verwenden, mit der Leistungsfähigkeit konventioneller Produktionsplanungsansätze verglichen. Der Einsatz von diskreter Simulation zur Bestimmung von Clearingfunktionen sowie zur Bewertung von Produktionsplänen wird diskutiert. Außerdem werden Fragen der simulationsbasierten Leistungsbewertung von Produktionsplanungsansätzen im Rahmen eines rollierenden Ansatzes besprochen. Herausforderungen für den Einsatz von Simulation, die sich insbesondere aufgrund der Größe der Lieferketten in der Halbleiterindustrie für die simulationsbasierten Produktionsplanungsansätze ergeben, werden am Ende des Vortrags dargestellt.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt.

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7. Mai 2014: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bleck

Am Mittwoch, dem 7. Mai 2014 um 15:30 Uhr spricht

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bleck
(Institut für Eisenhüttenkunde, RWTH Aachen)

über das Thema

 Von der Mikrostruktur zur Nanostruktur
- Werkstoff- und Prozesstechnik für neue Stähle -

Inhalt des Vortrags:

Angesichts von mehr als 2200 Stählen in der Werkstoffliste des Stahlinstituts VDEh lässt sich die Frage stellen, welche zukünftigen Anforderungen aus neuen Anwendungsgebieten hervorgehen und welche Optionen für neue Werkstoffentwicklungen bestehen.

Am Beispiel von Anwendungen im Automobilbau und im Bauwesen wird gezeigt, dass vor allem das Engineering von Gefügen auf einer Größenskala unterhalb der Mikroskala attraktive Eigenschaftskombinationen ermöglicht. Neue Untersuchungsmethoden wie die Atom Probe Tomography, High Resolution Transmission Electron Microscopy und die Electron Backscatter Diffraction Methoden resultieren in quantitativen Gefügeinformationen auf der nm-Skala. Die Modellierung, beispielsweise mit ab initio Methoden oder Repräsentativen Volumenelementen, führt zu einem erweiterten Werkstoff- und Prozessverständnis, und daraus abgeleitet zu neuen Produkten. Als Beispiele für neue Werkstoff-Konzepte werden hochfeste kalt umformbare Stähle mit außergewöhnlichem Verfestigungsverhalten, Stähle mit intrinsischer Fehlertoleranz und Stähle mit verbesserter Festigkeits-Zähigkeits-Bilanz besprochen. Die Beispiele für Prozesse betreffen das Warmwalzen mit Austenitkonditionierung und robuster Gefügeeinstellung sowie die Justierung von Phasenumwandlungen bei der Wärmebehandlung.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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4. Juni 2014: Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch

Am Mittwoch, dem 4. Juni 2014 um 16:30 Uhr sprich

Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch
(Institut für Verkehrswesen, Karlsruher Institut für Technologie)

über das Thema

Wie kommt Verkehr in den Computer?  –  Modellierung  und Simulation von Verkehrssystemen

Inhalt des Vortrags:

Bevor eine neue Straße gebaut oder eine neue Ampel in Betrieb geht, wird heutzutage der Verkehr vorher und nachher im Computer simuliert.  Diese Simulationsmodelle können im Kleinen abbilden, wie Fahrzeuge über die Kreuzung fahren und aufeinander reagieren, aber auch im Großen, wie viele Pendler sich morgens in eine Stadt bewegen. Wie baut man solche Modelle? Welche Eingangsdaten braucht man dafür und wie bekommt man sie?

Im Vortrag wird zuerst erklärt, wie Verkehr überhaupt entsteht, und wie man erfassen kann, wer sich wann, wo und warum in den Verkehrssystemen bewegt. Anschließend wird die eher mikroskopische Sicht eingenommen: Wie bewegt sich ein Fußgänger? Wie fährt ein Auto dem anderen hinterher? Welche Wege wählen Autofahrer im Straßennetz? Für alle diese Aspekte des Verkehrs werden die gängigen Modellierungsansätze vorgestellt und dargestellt, wo sich die Forschung im Moment bewegt. Begleitend werden einige typische Anwendungen der Simulationsmodelle gezeigt.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt.

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2. Juli 2014: Prof. Dr. Norbert Kroll

Am Mittwoch, dem 2. Juli 2014 um 15:30 Uhr spricht

Prof. Dr. Norbert Kroll
(DLR, Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, Braunschweig)

über das Thema

Numerische Simulation in der Flugzeugentwicklung –
Aktuelle Entwicklungen im DLR

Inhalt des Vortrags:

In der Luftfahrtindustrie hat sich die numerische Strömungssimulation (CFD) in den letzten Jahren neben Windkanal- und Flugversuch als unverzichtbarer Bestandteil des aerodynamischen Entwurfsprozesses etabliert. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der physikalischen Modelle und numerischen Verfahren sowie die Verfügbarkeit immer leistungsstärkerer Rechner legen nahe, die numerische Simulation wesentlich weitgehender als bisher einzusetzen und den Flugzeugentwicklungsprozess völlig umzugestalten. Daher orientieren sich die aktuellen und zukünftigen Aktivitäten des DLR im Bereich der Verfahrensentwicklung an der Vision eines „Erstflugs im Rechner“ (Digitales Flugzeug).

Primäres Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung einer flexiblen, parallelen Softwareplattform zur multidisziplinären Analyse und Optimierung von Flugzeugen und Hubschraubern unter enger Einbindung von hochgenauen Verfahren aller relevanten Fachdisziplinen. Zum einen soll diese Plattform einen robusten, integrierten Entwurfsprozess von Aerodynamik und Struktur ermöglichen. Das derzeitige noch weitgehend sequentielle Vorgehen im Detailentwurf soll aufgebrochen und das volle Potenzial des multidisziplinären Entwurfs verfügbar gemacht werden. Zum anderen soll mit der Softwareplattform die Möglichkeit geschaffen werden, effiziente und verlässliche Simulationen von Flugmanövern im gesamten Flugbereich einschließlich der Flugbereichsgrenzen durchzuführen und somit die Ermittlung von aerodynamischen und aeroelastischen Datensätzen auf Basis höherwertiger Verfahren zur Bewertung der Flugeigenschaften zu erlauben.

Die sehr aufwendigen, disziplinübergreifenden Simulationen und die Herausforderungen hinsichtlich der physikalischen Modellierung im Bereich der Flugenveloppe erfordern Weiterentwicklungen und Verbesserungen des hybriden DLR-Strömungslösers TAU. Aktuelle Arbeiten zielen darauf ab, die Effizienz, Robustheit und Verlässlichkeit sowie den Automatisierungsgrad des TAU-Codes signifikant zu verbessern und dessen Einsatzspektrum zu erweitern. Vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklung der Hochleistungsrechner ist die heute in den meisten Strömungslösern realisierte Parallelisierungsstrategie an die Grenzen der Skalierbarkeit gekommen. Daher sind der Entwurf und die

Implementierung eines Strömungslösers der nächsten Generation ein weiteres wesentliches Ziel zukünftiger Aktivitäten.

Im Vortrag werden einige der zukünftigen Zielanwendungen im Bereich der virtuellen Analyse und Erprobung im Flugzeugentwurf vorgestellt. Basierend auf dem aktuellen Status der CFD-Verfahren werden die wesentlichen Herausforderungen und Anforderungen in der numerischen Simulation abgeleitet und Lösungsansätze für fortschrittliche Simulationsstrategien vorgestellt.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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2. Juli 2014: Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Dr. h.c. Michael M. Resch

Am Mittwoch, dem 2. Juli 2014 um 16:30 Uhr spricht

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Dr. h.c. Michael M. Resch
(
High Performance Computing Center Stuttgart (HLRS), Universität Stuttgart)

über das Thema

HPC im Umbruch - Trends und Entwicklungen

Inhalt des Vortrags:

Die theoretische Rechenleistung steigt weiter. Was lange Zeit als Moore's law bezeichnet wurde gilt zwar seit 2004 nicht mehr für einzelne Prozessoren. Trotzdem steigt die Geschwindigkeit von Systemen weiterhin etwa um einen Faktor 2 alle 18 Monate. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten und neue Probleme. In diesem Vortrag sollen diese aufgezeigt und diskutiert werden. Möglichkeiten ergeben sich vor allem durch eine erhebliche höhere Rechenleistung auch für kleinere Systeme. Verbunden damit sind Risiken die uns nicht bewusst sind. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die Leistungsentwicklung fortgesetzt werden kann. Prognosen, die für das Jahr 2020 ein Exaflop vorhersagen, aber gleichzeitig einen Strombedarf von 50 MW erwarten sind wenig ermutigend. Spezifische Konzepte wie Beschleunigerkarten wirken zunächst wie ein Ausweg, stoßen aber ebenfalls an ihre Grenzen. Alle diese Themen werden angesprochen und in einen Kontext gesetzt. Das HLRS dient dabei als Beispiel für ein Zentrum und die Auswirkungen all dieser Trends auf nationaler Ebene.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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16. Juli 2014: PD Dr. Steffen Schulze-Kremer

Am Mittwoch, dem 16. Juli 2014 um 15:30 Uhr spricht

PD Dr. Steffen Schulze-Kremer
(
HLRN und wissenschaftliche Anwendungsbetreuung, Leibniz Universität Hannover)

über das Thema

HLRN-III: Hochleistungsrechner für Norddeutschland

Inhalt des Vortrags:

Ende dieses Jahres wird der HLRN-III in der zweiten Ausbaustufe mit 2,5 PetaFlop/s, 85.000 Rechenkernen, 220 TeraByte Hauptspeicher und 8 PetaByte Festplattenspeicher die größte Ressource für wissenschaftliches Rechnen in Norddeutschland sein. Die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein betreiben gemeinsam nun mittlerweile die dritte Generation ihres Hochleistungsrechners, die erfolgreich begutachteten Spitzenforschungsprojekten aus öffentlich-rechtlichen Institutionen ihrer Mitgliedsländer kostenfrei Rechenzeit in großem Umfang zur Verfügung stellt. Der Vortrag stellt die technischen und organisatorischen Besonderheiten des HLRN-III im Kontext des internationalen Supercomputing vor und gibt einen Einblick in seine Nutzung.

Die Veranstaltung findet im Großen Physik Hörsaal der TU Clausthal statt.

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1. Oktober 2014: Prof. Dr. Ulrich Rüde

Am Mittwoch, dem 1. Oktober 2014 um 15:30 Uhr spricht

Prof. Dr. Ulrich Rüde
(Lehrstuhl für Informatik 10 (Systemsimulation), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

über das Thema

Towards Exascale Simulation Technology

Inhalt des Vortrags:

Exploiting heterogeneous and hierachically structured extreme scale computer systems to their full capability requires innovation on many levels: New algorithmic paradigms must address unprecedented levels of concurrency and must support asynchronous execution. A new performance-oriented software design technology must be developed to support efficiency, scalability, portability, and flexibility. I will report on our recent work in the waLBerla and HHG frameworks for simulating complex particulate flows based on the lattice Boltzmann method (LBM) and for solving Finite Element Systems using Multigrid Methods. Scalability and performance results for up to a trillion degrees of freedom as well as experiments on accelerator based systems will be presented.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt.

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3. Dezember 2014: Prof. Dr. Karl Nachtigall

Am Mittwoch, 3. Dezember um 16:30 Uhr spricht

Prof. Dr. Karl Nachtigall
(Professur für Verkehrsströmungslehre, Technische Universität Dresden)

über das Thema

Modelle und Methoden zur Lösung strategischer Fahrplanprobleme bei DB Netze

Inhalt des Vortrags:

Seit etwa 10 Jahren entwickelt die Professur für Verkehrsströmungslehre im Auftrag von DB Netze prototypische Software zur automatischen Erzeugung und Optimierung von Fahrplänen. Die Programme werden in der Langfristplanung zur Bewertung und Analyse von Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt. Als Basis der Modellierung wird ein streng getakteter 2h Fahrplan genutzt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Planungsstufen der strategischen Fahrplanung:

a) streng getaktete 2h-Taktfahrlagen

b) die Integration von Gütersystemtrassen in den Personenverkehr als 24 h Fahrplan

c) Belegungsverfahren, bei denen die als Platzhalter konstruierten Gütersystemtrassen zu konkreten Zugfahrten für Güterverkehrsnachfragen verknüpft werden 

Wir stellen die grundlegenden mathematischen Modelle und Lösungsverfahren für diese Anwendungen vor. Streng getaktete Fahrplankonstruktion wird als periodische Ereignisplanung modelliert und dann sehr effizient als Erfüllbarkeitsproblem der Aussagenlogik gelöst. Gütersystemtrassen werden mit linearen Programmen erzeugt. Belegungsverfahren werden durch eine Kombination von linearer Programmierung (Spaltengenerierung) und Heuristiken gelöst.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt. 

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4. März 2015: Prof. Dr. Ulrich Tallarek

Am Mittwoch, dem 4. März um 16:30 Uhr spricht

Prof. Dr. Ulrich Tallarek
(Department of Chemistry, Philipps-Universität Marburg)

über das Thema

Quantitative Morphology-Transport Relationships for Disordered Porous Media by Morphological Reconstruction and High-Performance Computing of Flow and Transport

Inhalt des Vortrags:

The discovery of the morphology-transport relationships for disordered porous media used in chemical engineering and separation science (packings, monoliths) is a major challenge, because it requires the 3D physical reconstruction and/or computer-generation of the materials followed by 3D mass transport simulations to collect meaningful data for a detailed analysis of morphological and transport properties. This approach is the only direct as well as the most realistic way to understand and optimize materials with applications in chromatography or catalysis. Our latest progress regarding the following issues will be reported: (1) Systematic study of how individual parameters, such as the packing density and packing protocol, affect the morphology of computer-generated packings. (2) Physical reconstruction of packed and monolithic beds to collect information on how experimental parameters of the packing and preparation process influence morphology. (3) 3D mass transport simulations performed on a high-performance computing platform to analyze in detail the hydrodynamics and resulting dispersion. (4) Analysis of computer-generated and physically reconstructed packed and monolithic beds with statistical methods to derive structural descriptors for mass transport (diffusion, dispersion), which have potential for refining the existing theoretical framework.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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6. Mai 2015: Dr. Sebastian Stiller

Am Mittwoch, dem 6. Mai 2015 um 15:30 Uhr spricht

Dr. Sebastian Stiller
(Institut für Mathematik, Technische Universität Berlin)

über das Thema

How to order a waiting list?

Inhalt des Vortrags: 

How to order the waiting list for an overbooked flight? This amounts to the problem of packing a knapsack without knowing its capacity. Whenever we attempt to pack an item that does not fit, the item is discarded; if the item fits, we have to include it in the packing. We show that there is always a policy that packs a value within factor 2 of the optimum packing, irrespective of the actual capacity. If all items have unit density, we achieve a factor equal to the golden ratio R = 1.618. Both factors are shown to be best possible. In fact, we obtain the above factors using packing policies that are universal in the sense that they fix a particular order of the items and try to pack the items in this order, independent of the observations made while packing. We give efficient algorithms computing these policies. On the other hand, we show that, for any R > 1, the problem of deciding whether a given universal policy achieves a factor of R is coNP-complete. If R is part of the input, the same problem is shown to be coNP-complete for items with unit densities. Finally, we show that it is coNP-hard to decide, for given R, whether a set of items admits a universal policy with factor R, even if all items have unit densities. This is joint work with Yann Disser, Max Klimm, and Nicole Megow. 

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt.

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3. Juni 2015: Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Schwarze

Am Mittwoch, dem 3. Juni 2015 um 15:30 Uhr spricht

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Schwarze
(Institut für Mechanik und Fluiddynamik, Technische Universität Bergakademie Freiberg)

über das Thema

Flüssiger Stahl in silico – numerische Simulation von Prozessen der Stahlherstellung

Inhalt des Vortrags:

Die Prozesse der Eisen- und Stahlherstellung unterliegen einem permanenten Optimierungsdruck, der aktuell durch ökonomische (möglichst geringe Kosten) und ökologische (möglichst geringer CO2-Ausstoß) Vorgaben definiert wird. Entsprechende Innovationen in der Stahltechnologie erfordern ein vertieftes Verständnis aller beteiligten Prozessstufen, um beispielsweise die Ursachen für eine Qualitätsminderung gezielt bekämpfen zu können. Die Erforschung der Vorgänge in den Prozessstufen der flüssigen Phase ist allerdings aufgrund der physikalischen und chemischen Eigenschaften der Eisen- bzw. Stahlschmelzen sehr schwierig. In der Vergangenheit wurden deswegen vor allem Modellexperimente mit Wasser als Modellschmelze genutzt, um die Strömungen in diesen Prozessstufen zu erforschen. Da die Modellähnlichkeit mit diesem Ansatz nur sehr eingeschränkt erreicht wird, nutzt die moderne Forschung zunehmend die numerische Strömungssimulation (CFD). Mit CFD-Modellen lassen sich auch komplexere physikalische Vorgänge, etwa die elektromagnetische Beeinflussung einer strömenden Stahlschmelze, beschreiben. Im Vortrag wird das anhand verschiedener Beispiele aus den Prozessstufen der Eisen- und Stahlherstellung erläutert. Der aktuelle Forschungsstand und zukünftige Möglichkeiten werden diskutiert.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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1. Juli 2015: Salke Hartung, M. Sc.

Am Mittwoch, dem 1. Juli 2015 um 15:30 Uhr spricht

Salke Hartung, M. Sc.
(Institut für Informatik, Georg-August-Universität Göttingen)

über das Thema

Effiziente Lokalisierung für drahtlose Sensornetzwerke

Inhalt des Vortrags:

Lokalisierung in Sensornetzwerken bezeichnet die Bestimmung der Position jedes Netzwerkknotens und ist eine grundlegende Notwendigkeit, da gesammelte Daten nur in Verbindung mit ihrer räumlichen Position sinnvoll genutzt werden können. Positionierungssysteme, wie GPS, stellen in der Regel keine Alternative in Sensornetzwerken dar, da die Kapazitäten der einzelnen Knoten nicht ausreichen, um den Betrieb des Netzes langfristig aufrecht zu erhalten. Als Alternative obliegt es den Netzwerkknoten mit Hilfe von Referenzknoten und eines Lokalisierungsalgorithmus ihre Position selbst zu bestimmen. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden unter anderem 2 verschiedene Möglichkeiten entwickelt, einen vorhandenen Algorithmus, „Monte Carlo Localization (MCL)“, zu verbessern. In diesem Vortrag werden beide Arbeiten vorgestellt, sowie die laufenden Projekte erläutert.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt. 

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7. Oktober 2015: Prof. Dr.-Ing. Stefanie Retka

Am Mittwoch, dem 7. Oktober 2015 um 15:30 Uhr spricht

Prof. Dr.-Ing. Stefanie Retka
(Juniorprofessur für Computational Dynamics Institut für Technische Mechanik, TU Clausthal)

über das Thema

Simulation der Schallausbreitung in unbegrenzten Räumen

Inhalt des Vortrags:

Der Vortrag führt in die Anwendung der numerischen Akustik auf komplexe Außenraumprobleme ein. Nach einem kurzen Überblick über die numerischen Grundlagen werden verschiedene Beispiele genutzt, um den Einfluss der Geometrie und deren Modifikation auf die Schallausbreitung und Schallabstrahlung zu verdeutlichen.

Eine Besonderheit unbegrenzter Strukturen liegt in der ersten Eigenfrequenz. Der zugehörige Eigenvektor bildet lediglich ein Viertel einer Wellenlänge ab. Dieser Effekt ist auch als lambda/4 -Effekt bekannt und tritt bei geschlossenen Räumen nicht auf. Weiterhin wird der Einfluss von Änderungen der Raumgeometrie auf die Eigenfrequenzen des Mediums im und um diesen Raum untersucht. Für die oben genannten Effekte werden eine Flasche mit veränderlicher Flaschenhalslänge und -öffnung sowie ein Zimmer mit geöffnetem Fenster, dessen Größe und Position variabel ist, betrachtet.

Abschließend wird der Einfluss der Strömung auf die akustischen Eigenschaften am Beispiel des Klanges einer Blockflöte betrachtet. Die Berücksichtigung eines charakteristischen Strömungsprofils in den numerischen Berechnungen im Frequenzbereich ist eine wesentliche Neuerung und für alle Berechnungen von Bedeutung, bei denen Mechanismen durchströmt bzw. umströmt werden. Exemplarische seien hier Auspuffanlagen oder auch Flugzeugflügel genannt.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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25. November 2015: Prof. Dr. Kai Nagel

Am Mittwoch, dem 25. November 2015 um 16:30 Uhr spricht

Prof. Dr. Kai Nagel
(Institut für Land- und Seeverkehr, TU Berlin)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Große mikroskopische verhaltensorientierte Verkehrssimulationen.

Inhalt des Vortrags:

Durch die Fortschritte in der Computertechnik ist es inzwischen recht problemlos möglich, Systeme mit 10^8 Teilchen mikroskopisch zu simulieren. Dies ist aber bereits mehr, als man für die Simulation einer jeden Person und eines jeden Fahrzeugs in einem urbanen oder regionalen Verkehrssystem braucht. Es bleibt also die Aufgabe, die derart definierten synthetischen Personen mit entsprechender Verhaltenslogik auszustatten. Software-technisch ist das mit modernen objekt-orientierten Sprachen recht gut machbar; schwieriger ist es, die Modelle menschlichen Verhaltens zu formulieren. Ein typischer Kunstgriff ist die Annahme eines Nash-Gleichgewichtes, bei dem sich keine reisende Person durch einen unilateralen Wechsel - z.B. auf eine andere Route oder ein anderes Verkehrsmittel - verbessern kann. Dies reduziert die Anforderungen an das Verhaltensmodell, aber um den Preis einer rechentechnisch aufwändigeren Lösungsmethode mit vielen Iterationen, die man als simuliertes menschliches Lernen interpretieren kann, aber nicht muss. Bei anderen Fragestellungen, z.B. bzgl. Betrieb von Taxen oder autonomen Fahrzeugen, ist dieser Kunstgriff ohnehin nicht möglich, und man muss die Reaktionen bestimmter Teilnehmer in simulierter Echtzeit berechnen.

Der Vortrag wird beleuchten, was in diesem Rahmen derzeit machbar ist, einschließlich Fragestellungen wie: Was bewirkt eine Autobahnverlängerung in Berlin? Was bewirkt eine Autobahnschließung in Seattle? Welche Emissionen erzeugt das Verkehrssystem in München, und was kann man dagegen tun? Was bewirkt eine Maut im Großraum Johannesburg in Südafrika? Wie simuliert man südafrikanische Minibus-Taxis, wenn man nicht sehr viel über sie weiß? Wie würde man Systeme mit autonomen Fahrzeugen betreiben?

Der Vortrag findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt. Gäste sind herzlich willkommen.

[Einladung als pdf]

2. Dezember 2015: Dipl.-Wirt.-Inf. Wiebke Klünder

Am Mittwoch, dem 2. Dezember 2015 spricht um 15:30 Uhr

Dipl.-Wirt.-Inf. Wiebke Klünder
(Institut für Angewandte Stochastik und Operation Research, TU Clausthal)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema:

Dekomposition von Warteschlangennetzen mit Batch-Processing.

Inhalt des Vortrags:

Die Bedeutung von Simulationsmethoden zur Produktionsplanung und -steuerung hat in der industriellen Fertigung in den letzten Jahren ständig zugenommen. Zurückzuführen ist die Zunahme zum einen auf komplexer werdende Fertigungen und zum anderen auf immer kürzer werdende Fertigungszyklen. Es besteht die Notwendigkeit, dass Unternehmen Fertigungsprozesse von Anfang an optimieren, da nachträgliche Korrekturen am Produktionsprozess in technischer und logistischer Hinsicht schwer umsetzbar sind. Das Entstehen von Warteschlangen ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Effekt, der möglichst vermieden bzw. minimiert werden sollte. Eine Warteschlange in einer Produktion bedeutet, dass sich der Produktionsvorgang durch Wartezeiten verlängert, was zu steigenden Lagerhaltungskosten bzw. gebundenem Material führt.

Die analytisch orientierte Methode der Warteschlangentheorie als Produktionsplanungswerkzeug bietet einen Ansatz der Optimierung und besitzt Vorteile gegenüber den etablierten Simulationsmethoden. Die jeweilige Fragestellung, z. B. wieviel Puffer an einer Bedienstation veranschlagt werden sollte, wird mathematisch modelliert und mit Hilfe von analytischen Formeln, die zuvor durch Simulation evaluiert wurden, approximativ gelöst. In diesem Vortrag wird ein Netz aus Produktions- bzw. Bedienstationen betrachtet, in dem Produkttyp-spezifische Aufträge in Stapeln von Bedienern verarbeitet werden. Der Einsatz der Dekompositionsmethode ermöglicht eine isolierte Betrachtung der einzelnen Bedienstationen im Netz, deren Leistungsgrößen anschließend mit Hilfe analytischer Formeln approximativ bestimmt werden können.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt. Gäste sind herzlich willkommen.

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13. Januar 2016: Dipl.-Inf. Daniel Honsel, Dipl.-Math. Verena Honsel und Marlon Welter, M.Sc.

Am Mittwoch, dem 13. Januar 2016 sprechen um 15:30 Uhr

Dipl.-Inf. Daniel Honsel
Dipl.-Math. Verena Honsel
Marlon Welter, M.Sc.
(Institut für Informatik, Georg-August-Universität Göttingen)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema:

Agent-Based Modeling and Simulation of Software Processes for Quality Assurance.

Inhalt des Vortrags:

Project managers have to make decisions concerning the architecture, development strategy or team constellation and they have to estimate the consequences of the decisions. To have tool support for testing the interplay of different parameter constellations would be of great help. We created a simulation tool that can predict possible future scenarios and that makes the project manager aware of risky development trends. For the creation of this tool, understanding software evolution and its drivers is indispensable. To get a model with parameters close to the reality we examined Open Source Software (OSS) projects by repository mining and estimated the simulation’s parameters from the gained insights. With the parameters we instantiate an Agent-based simulation of the software project which can be evaluated by project managers using Conditional Random Fields (CRFs) to gain the desired information about development trends.

Der Vortrag findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt. Gäste sind herzlich willkommen.

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13. Januar 2016: Dr. Natalia Rezanova

Am Mittwoch, dem 13. Januar 2016 spricht um 16:30 Uhr

Dr. Natalia Rezanova
(Dänische Staatsbahnen, DSB)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema:

Optimization problems in DSB long-term and strategic planning.

Inhalt des Vortrags:

Danish State Railways (DSB) is the largest passenger operator in Denmark. DSB Longterm Planning Department is responsible for the long-term traffic planning, including line planning, timetabling and rolling stock (2 years before the day of operations), as well as the strategic traffic planning (10+ years before the day of operations). Many optimization problems arise within the different strategic planning areas. Some of them are solved using commercial optimization software uniquely developed for DSB. Other optimization problems are addressed in-house. The talk will focus on two different optimization projects, where Mixed Integer Programming models formulated, implemented and solved. The line planning optimization model determines an optimal set of train lines, patterns and frequencies, and is used in the strategic planning on DSB S-train network. The facility location optimization model is developed to determine the size and location of maintenance, preparation, cleaning and stabling facilities required to service the fleet of electrical trains, which DSB is planning to acquire in the near future. Both projects, even though quite different in purpose and impact, exploit the advantages of Operations Research and help to address the real-life challenges of a railway operator.

Der Vortrag findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt. Gäste sind herzlich willkommen.

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3. Februar 2016: Prof. Dr. Anita Schöbel, Prof. Dr. Michael Kolonko, Jonas Harbering, M.Sc.

Am Mittwoch, dem 3. Februar 2016 sprechen um 15:30 Uhr 

Prof. Dr. Anita Schöbel
(Institut für Numerische und Angewandte Mathematik, Universität Göttingen)

Prof. Dr. Michael Kolonko
(Institut für Angewandte Stochastik und Operation Research, TU Clausthal)

Jonas Harbering, M.Sc.
(Institut für Numerische und Angewandte Mathematik, Universität Göttingen)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Verspätungen in Verkehrsnetzen.

Inhalt des Vortrag:

Die alltäglichen Verspätungen in öffentlichen Verkehrsnetzen können vielfältige Ursachen haben: von klemmenden Türen über unerwarteten Passagierandrang bis zu Baumaßnahmen auf den Gleisen. 

Diese kleinen 'Quellverspätungen' lassen sich im Alltag nicht ganz vermeiden. Ziel  einer robusten Fahrplanung ist es daher, durch geschickte Platzierung von Zeitpuffern  zu verhindern, dass sich diese Verspätung aufsummieren und über das Netz  verbreiten und so zu ernsthaften Verspätungen führen können. Die dazu erforderliche genaue Untersuchung und Simulation des Verkehrsgeschehens unter zufälligen Verspätungen ist aber eine relativ komplexe Aufgabe.

In dem SWZ Projekt "Strukturuntersuchungen zur Entstehung und Fortpflanzung von Verspätungen in Verkehrsnetzen - Modellierung, Simulation und Optimierung eines stochastischen Netzwerkes" wurden von Arbeitsgruppen an der Universität Göttingen und der TU Clausthal verschiedene Ansätze untersucht, mit denen die Auswirkung von Fahrplanpuffern auf die resultierenden Verspätungen der Fahrgäste dargestellt und optimale Pufferallokationen gesucht werden können. Insbesondere konnte in diesem Projekt gezeigt werden, dass die für unterschiedliche Zwecke entwickelten szenario-basierten und stochastischen  Modelle zu denselben Ergebnissen führen.

Die Veranstaltung findet im Seminarraum B (Raum 309) des Instituts für Angewandte Stochastik und Operations Research der TU Clausthal statt. Gäste sind herzlich willkommen.

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9. März 2016: Fabian Glaser, M.Sc.

Am Mittwoch, dem 9. März 2016 spricht um 15:30 Uhr

Fabian Glaser, M.Sc.
(Institut für Informatik, Universität Göttingen)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Modeling, deployment and scaling of simulation applications for and in the cloud.

Inhalt des Vortrags:

Often scientific simulations require more computational resources than locally available. While grid computing already offered on-demand access to large-scale distributed computing resources in the past, cloud computing is much more flexible since it offers the possibility to deploy the full hard- and software stack as desired. However, this increased flexibility also places an additional burden on scientists, who are willing to migrate their simulation applications to the cloud, since it requires a deep understanding of the cloud infrastructure and the related technologies. Therefore, our focus in scope of the project “A cloud-based software infrastructure for distributed simulation applications” was to identify the obstacles scientists face when moving their simulation applications to the cloud and develop a framework to simplify this process. The developed solution is based on the Topology and Orchestration Specification for Cloud Applications (TOSCA) and leverages domain-model knowledge of the scientist to scale the deployed simulation infrastructure.

Der Vortrag findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt. Gäste sind herzlich willkommen.

22. Juni 2016: Prof. Dr. Thomas S. Spengler

Am Mittwoch, dem 22. Juni 2016 um 16:15 Uhr spricht

 Prof. Dr. Thomas S. Spengler
(Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion, Technische Universität Braunschweig)

über das Thema

Simulation-based impact assessment and strategy development in the automotive sector

Inhalt des Vortrags:

Electric vehicles are often seen as a promising way for rationalizing the use of fossil energy and cutting down greenhouse gas emissions in the automotive sector. So far, however, the market success of electric vehicles and thus their impact on reducing fossil fuel consumption and greenhouse gas emissions are rather limited. In this talk, the automotive market simulator (AMaSi) is introduced, which combines system dynamics and agent-based simulation to analyze the leverage of manufacturers and policy to support the market diffusion of electric vehicles. Based on real-world data the model is applied to the German car market and different manufacturer and policy measures are simulated, including the currently discussed purchase premium for battery and plug-in hybrid electric vehicles. Additionally, validation issues are discussed when modeling the structure of complex socioeconomic/-technic systems and simulating their behavior.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt.

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26. Oktober 2016: Prof. Dr. Ramin Yahyapour

Am Mittwoch, dem 26. Oktober spricht um 16:15 Uhr

Prof. Dr. Ramin Yahyapour
(Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

HPC und Data Science in Göttingen

Inhalt des Vortrags:

Forschung gestaltet sich zunehmend rechen- und daten-intensiv, wofür eine geeignete Infrastruktur relevante Voraussetzung ist. Neben der Verfügbarkeit von solchen Infrastrukturen stellt auch das Wissen um den effektiven und effizienten Umgang eine Herausforderung dar. Am Göttingen Campus wird unter dem Begriff eResearch an einer institutionellen Strategie für Computational and Data Science gearbeitet. In dem Vortrag wird Einblick zu den aktuellen Entwicklungen gegeben und Beispiele zu Forschungsfragen geliefert.

Die Veranstaltung findet in Raum 0.101 des Institut für Informatik der Universität Göttingen statt.

[Einladung als pdf]

2. November 2016: Jun.-Prof. Dr. Clemens Thielen

Am Mittwoch, dem 2. November spricht um 15:30 Uhr

Jun.-Prof. Dr. Clemens Thielen
(Fachbereich Mathematik, Technische Universität Kaiserslautern)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Kostenminimale Flüsse mit beschränktem Budget

Inhalt des Vortrags:

Das Minimalkostenflussproblem ist eines der bekanntesten Probleme der Graphentheorie und besitzt zahlreiche Anwendungen. Für gegebenen Kapazitäten und Kosten pro Flusseinheit auf den Pfeilen eines Netzwerks besteht die Aufgabe in der Bestimmung der kostengünstigsten Möglichkeit, eine vorgegebene Menge eines Gutes von einer gegebenen Quelle zu einer gegebenen Senke durch das Netzwerk zu transportieren. Das Minimalkostenflussproblem stellt somit einen allgemeinen mathematischen Rahmen für viele Distributions- und Transportprobleme dar. Zusätzlich lässt sich auch das Problem der Bestimmung eines maximalen dynamischen Flusses durch ein Netzwerk mit Reisezeiten auf den Pfeilen als Minimalkostenflussproblem formulieren. Daher lassen sich beispielsweise auch Probleme aus dem Bereich der Kapazitätsbestimmung von Abwassernetzen als Minimalkostenflussprobleme lösen.

In vielen Anwendungen des Minimalkostenflussproblems ist jedoch das zu benutzende Netzwerk noch nicht vollständig vorhanden, sondern muss erst (aus-) gebaut werden, bevor es zum Gütertransport verwendet werden kann. Dies motiviert die Erweiterung des Minimalkostenflussproblems um einen zweiten Kostenwert für jeden Pfeil, der die (Aus-) Baukosten des Pfeils pro Kapazitätseinheit beschreibt. Steht nur ein vorgegebenes Budget zum (Aus-) Bau des Netzwerks zur Verfügung, so ergibt sich das Problem, einen Fluss mit minimalen Kosten zu berechnen, der sich in einem Netzwerk mit durch das Budget beschränkten (Aus-) Baukosten realisieren lässt. Das resultierende Netzwerkflussproblem wird als Minimalkostenflussproblem mit Budgetbeschränkung bezeichnet.

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit effizienten Algorithmen zur Lösung des Minimalkostenflussproblems mit Budgetbeschränkung. Wir werden zeigen, wie sich kombinatorische Algorithmen für das klassische Minimalkostenflussproblem in Kombination mit binärer oder parametrischer Suche benutzen lassen, um auch das Problem mit Budgetbeschränkung selbst auf großen Netzwerken effizient lösen zu können.

Die Veranstaltung findet im Multimedia Hörsaal Tannenhöhe der TU Clausthal statt.

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7. Dezember 2016: Prof. Dr. Barbara Kaltenbacher

Am Mittwoch, dem 7. Dezember spricht um 15:30 Uhr

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Barbara Kaltenbacher
(Institut für Mathematik, Alpen-Adria-Universtät Klagenfurt)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Integration based profile likelihood calculation for PDE constrained parameter estimation problems

(Gemeinsame Arbeit mit Romana Boiger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und auch Jan Hasenauer und Sabrina Hroß, Helmholtz Zentrum München.)

Inhalt des Vortrags:

Partial diferential equation (PDE) models are widely used in engineering and natural sciences to describe spatio-temporal processes. The parameters of the considered processes are often unknown and have to be estimated from experimental data. Due to partial observations and measurement noise, these parameter estimates are subject to uncertainty. This uncertainty can be assessed using profile likelihoods, a reliable but computationally intensive approach. In this talk, we present the integration based approach for the profile likelihood calculation developed by Chen and Jennrich, 2002, and adapt it to inverse problems with PDE constraints. While exiting methods for profile likelihood calculation in parameter estimation problems with PDE constraints rely on repeated optimization, the proposed approach exploits a dynamical system evolving along the likelihood profile. We derive the dynamical system for the unreduced estimation problem, prove convergence and study the properties of the integration based approach for the PDE case. To evaluate the proposed method, we compare it with state-of-the-art algorithms for a simple reaction-diffusion model for a cellular patterning process. We observe a good accuracy of the method as well as a significant speed up as compared to established methods. While our computational experiments have been done for an application example in systems biology, we emphasize that due to generality of this methodology, integration based profile calculation appears to facilitate rigorous uncertainty analysis for parameter estimation problems with PDE constraints also in many other fields.

Die Veranstaltung findet im SWZ Seminarraum in Gebäude C9 der TU Clausthal statt.

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7. Juni 2017: Prof. Dr.-Ing. Gregor D. Wehinger

Am Mittwoch, dem 7. Juni spricht um 16:15 Uhr

Prof. Dr.-Ing. Gregor D. Wehinger
(Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik, TU Clausthal)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Pellet-aufgelöste Modellierung von katalytischen Festbettreaktoren

Inhalt des Vortrags:

Festbettreaktoren sind ein häufig eingesetzter Reaktortyp in der chemischen Industrie. Festbe-ttreaktoren mit kleinem Rohr-zu-Pelletdurchmesser-Verhältnis (D/dp =N) finden vor allem bei stark exo- oder endothermen Reaktionen Anwendung. Unter diesen Umständen bestimmt die lokale Bettstruktur maßgeblich die Transportgrößen. Signifikante Randgängigkeit, lokale Tot-zonen und Rückströmungen sind die Folge. Gängige Beschreibungen von katalytischen Fest-bettreaktoren beruhen jedoch auf Annahmen, die die örtliche Bettstruktur nicht berücksichtigen, etwa Pfropfenströmung (plug flow) oder pseudohomogene Kinetiken. Fehlerhafte Vorhersagen können die Folge sein, die zu Produktionsausfällen, etwa durch Überhitzung der Reaktorrohre, führen können. Eine genauere Beschreibung liefert hingegen die numerische Strömungsmechanik (CFD) gekoppelt mit detaillierten Reaktionsmechanismen. Dabei wird jedes einzelne Pellet im Reaktor örtlich abgebildet.

In diesem Beitrag wird diese rigorose pellet-aufgelöste Modellierung von katalytischen Fest-bettreaktoren vorgestellt. Aspekte der Modellierung werden diskutiert und anhand experimenteller Daten kritisch bewertet. Diese Aspekte umfassen die Algorithmus-basierte Erzeugung von regellosen Schüttungen mit Hilfe der Diskreten-Elemente-Methode (DEM), mit CFD berechnete Geschwindigkeitsprofile in den Pellet-Zwischenräumen, Wärmetransport in der Gas- und Feststoffphase, heterogene Katalyse am Beispiel der Trockenreformierung von Methan, Strahlung zwischen festen Oberflächen, sowie die Modellierung von Porenprozessen in den porösen Pellets.

Die Veranstaltung findet im SWZ Seminarraum in Gebäude C9 der TU Clausthal statt.

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8. November 2017: Jun.-Prof. Dr. Nina Gunkelmann

Am Mittwoch, dem 8. November spricht um 16:15 Uhr spricht

Jun.-Prof. Dr. Nina Gunkelmann
(Simulationswissenschaftliches Zentrum, Clausthal-Göttingen, TU Clausthal)

im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung über das Thema

Molekulardynamik-Simulationen von heterogenen Materialien unter hoher mechanischer Belastung

Inhalt des Vortrags:

Mit Hilfe von Molekulardynamik-Simulationen wird das Verhalten von heterogenen Materialien unter hoher mechanischer Belastung analysiert. Aufgrund der Komplexität der betrachteten Materialien existieren keine vollständigen analytischen Vorhersagen der Werkstoffantwort, sodass Computersimulationen ein nützliches Werkzeug sind, um die Materialeigenschaften bei mechanischer Beanspruchung zu analysieren. Als prototypisches Material wird polykristallines Eisen studiert, das eine druckinduzierte Phasenumwandlung von der kubisch-basiszentrierten zur hexagonal dichtest gepackten Struktur bei etwa 13 GPa zeigt. Es wird ein interatomares Wechselwirkungspotential verwendet, welches den Phasenübergang beim experimentell zu erwartenden Übergangsdruck modelliert. Die Simulationen zeigen, dass der Phasentransformation plastische Aktivität in der Form von Versetzungsbildung an den Korngrenzen vorausgeht, was als 3-Wellen-Struktur bezeichnet wird: Es wird eine elastische Kompressionswelle beobachtet, an die eine plastische Welle anschließt, die zuletzt zu einer Phasentransformationsfront führt. 

Trotz großer Unterschiede in den Materialeigenschaften weisen Aluminium-Nanoschäume ebenfalls eine 3-Wellen-Struktur auf, die drei verschiedene Regimes kennzeichnet: Einem elastischen Vorläufer folgt plastische Aktivität in den Filamenten, bevor die Schaumstruktur letztendlich eingedrückt wird und ein kompaktifiziertes Material entsteht. Die Versetzungsbildung in den Filamenten kann veranschaulicht und mit dem Geschwindigkeitsprofil korreliert werden.

Dabei können Versetzungsstrukturen mit der Methode D2C charakterisiert werden, indem diskrete Versetzungslinien durch kontinuierliche Feldvariablen ausgedrückt werden. Am Beispiel von Molekulardynamik-Simulationen von Nanoritzen in Eisen wird in diesem Vortrag gezeigt, dass mittels D2C Eigenschaften der Versetzungsmikrostruktur ermittelt werden können, die nicht direkt aus den atomistischen Daten bestimmt werden können. So kann die Nukleationsrate von Versetzungsschleifen unter dem Indenter bestimmt werden, was als Input für Methoden auf der Mesoskala verwendet werden kann.

Die Veranstaltung findet im SWZ Seminarraum in Gebäude C9 der TU Clausthal statt. Gäste sind herzlich willkommen. Im Anschluss an den Vortrag wird es ebenfalls im SWZ einen klein Imbiss geben, zu dem Sie ebenfalls herzlich eingeladen sind.

[Einladung als pdf]

Video-Aufzeichnungen

So weit möglich werden die im Rahmen der SWZ-Ringvorlesung gehaltenen Vorträge aufgezeichnet und im Folgenden online zur Verfügung gestellt:

Eine Übersicht über alle im Rahmen des SWZ-Ringvorlesung "Simulationswissenschaften" aufgezeichneten Vorträge finden Sie auf dem Video-Server der TU Clausthal.

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